Girls' Day 2008
in Informatik & Mathematik an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
50 Schülerinnen der Klassen 7-9 kamen am 24.4.08 ins Otto-Meyerhoff-Zentrum, um Mathematik und Informatik von einer anderen Seite kennen zu lernen. Zuerst ging es in einem Vortrag von Frau Prof. Dr. Barbara Paech (Institut für Informatik) um die Informatik. Informatik ist überall: Wie kaum eine andere Wissenschaft durchdringt sie nahezu alle Bereiche unseres Lebens. Auch gerade und dort, wo es keiner sieht - versteckt in Handys, Autos, Haushaltsgeräten und Telefonzentralen - lenkt, reguliert, misst und warnt sie. Gestaltet wird sie heutzutage meistens von Männern. Um auch die Mädchen für Informatik zu begeistern, zeigte der Vortrag die vielfältigen Möglichkeiten der Informatik auf, bei denen Programmieren nur einen kleinen Teil ausmacht. Die Schülerinnen waren vor allem an den Phänomenen Berechnung, Organisation und Bildverarbeitung interessiert, während Steuerung und Informationsübertragung nur wenige spannend fanden.
Das änderte sich aber für die 20 Schülerinnen, die im Anschluss an den Vortrag im Workshop „Andere für sich arbeiten lassen - Roboter programmieren“ aktiv wurden. Unter fachkundiger Anleitung von Daniel Jungblut, Julia Portl und Julia Freudenreich lernten sie mit LEGO-Mindstorms Roboter zu bauen und programmieren. Die Roboter konnten dann gezielt Strecken abfahren - wie z.B. bei einem automatischen Rasenmäher. Eine Schülerin stellte am Schluss fest „Am meisten gefiel mir das Programmieren, nur die Gradzahlen haben leider nicht mit der echten Drehung zusammengepasst“. Und alle waren traurig, dass sie die Roboter nicht nach hause mitnehmen konnten.
Die anderen 30 Schülerinnen besuchten den Workshop „Mathematik ist überall!“ von Dr. Michael Winckler (Interdisziplinäres Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen). In Biologie, Physik oder Chemie verwenden wir Modelle, um uns einen ersten Eindruck über komplexe Zusammenhänge zu verschaffen. Auf dem Computer berechnen Programme die Bewegung von Molekülen oder den Rückgang von Fischbeständen. Was oft nicht klar ist: Mathematische Gleichungen bilden den Kern, um ein solches Modell aufzubauen. Im Workshop warfen die Schülerinnen einen Blick hinter die Kulissen und untersuchten eigene Modelle zu Wachstum und Ernährung von Tieren. Symmetrien in Parkettierungen waren ein anderes spannendes Thema, bei dem die Teilnehmerinnen erleben konnten, wo Mathematik überall zum Einsatz kommt. Dass sich noch am selben Tag zwei Teilnehmerinnen für ein Mathematik-Seminarwochenende der Initiative MINTmachen! (www.mintmachen.de) anmeldeten, zeigt, dass die DozentInnen der Universität Heidelberg hier die richtige Begeisterung vermitteln konnten.
Frau Prof. Paech vom Institut für Informatik beim einführenden Vortrag.
Teilnehmerinnen des Workshop „Andere für sich arbeiten lassen - Roboter programmieren“ beim Zusammenbau..
erproben..
und programmieren der LEGO-Mindstorms Roboter.
